Wie entstand BabyTracker? Die Geschichte hinter der App
Von der persönlichen Frustration zur vollwertigen App — gebaut im Dialog mit KI.
Der Ausgangspunkt: eine Lücke
Als mein Kind zur Welt kam, suchte ich nach einer App, die einfach funktioniert. Es gab viele — aber keine hat meine Bedürfnisse vollständig abgedeckt. Was mir fehlte, war in App A. Was App A hatte, fehlte in App B. Ich hatte es satt, drei verschiedene Apps zu benutzen und für jede einzeln zu bezahlen. Das konnte doch nicht die Lösung sein.
Also entschied ich mich: Ich baue es selbst.
Das war mutig — oder naiv. Vielleicht beides.
Vibe Coding: Entwickeln im Dialog
Ich bin kein klassischer Softwareentwickler. Ich habe Erfahrung mit Technologie, aber eine komplette App von Grund auf zu bauen, war eine andere Dimension. Was es möglich gemacht hat: Claude, das KI-Modell von Anthropic.
Das Konzept nennt sich Vibe Coding — du beschreibst, was du willst, und entwickelst im Dialog. Kein stundenlanges Stack-Overflow-Durchforsten, kein blinder Versuch-und-Irrtum. Stattdessen: eine Konversation. Ich erkläre das Problem, Claude schlägt eine Lösung vor, wir verfeinern gemeinsam.
Was mich überrascht hat: Es funktioniert wirklich. Nicht perfekt, nicht ohne Nachdenken — aber es funktioniert.
Der Stack
BabyTracker läuft auf einem modernen, durchdachten Stack:
- Next.js (App Router) für die Web-App und API
- Supabase (Datenzentrum Zürich 🇨🇭) für Datenbank und Authentifizierung
- Stripe für die sichere Zahlungsabwicklung
- Sanity als CMS — unter anderem für diesen Blog
- Vercel für das Hosting und Deployments
Jede dieser Technologien hätte ich vor einem Jahr nicht selbst zusammengebaut. Im Dialog mit Claude wurde es Schritt für Schritt möglich.
Von der Idee zur produktionsreifen App
Was als einfaches Schlaf- und Mahlzeitentracking begann, ist heute eine vollwertige App:
- 12 Ereignistypen (Stillen, Fläschchen, Schlaf, Windeln, Gewicht, Grösse, Zähne, Medikamente, Impfungen, Temperatur, Beikost, Münzwurf)
- WHO-Wachstumskurven mit Perzentilbändern und Zielgrösse-Berechnung
- Familienfreigabe für Partner und Grosseltern
- Beikost-Tracking mit über 100 Lebensmitteln und Allergenhinweisen
- Spracheingabe — einfach sagen, was passiert ist
- Kalender mit iCal-Export für Apple Calendar und Google Calendar
Jede neue Funktion entstand aus einem echten Bedürfnis — meinem eigenen oder dem von Eltern, die ihr Feedback geteilt haben.
Was ich gelernt habe
Vibe Coding ist kein Zauberstab. Du musst wissen, was du willst. Du musst Entscheidungen treffen, Kompromisse abwägen, Prioritäten setzen. Die KI liefert Vorschläge — aber du trägst die Verantwortung für das Produkt.
Was es verändert: Die Einstiegshürde sinkt. Ideen, die früher an fehlendem Coding-Wissen gescheitert wären, werden umsetzbar. Das ist ein echter Paradigmenwechsel.
Laufend weiterentwickelt — und immer spezialisierter
BabyTracker ist kein abgeschlossenes Projekt. Es wächst — und mit ihm der Prozess dahinter.
Je mehr dazukam, desto klarer wurde: Ich brauche Struktur. Also habe ich spezialisierte Agenten gebaut: einen Blog-Skill, der beim Schreiben und Publizieren von Artikeln wie diesem hilft, und einen Feature-Skill, der neue Funktionen strukturiert plant und umsetzt. Die KI-Zusammenarbeit hat sich selbst weiterentwickelt.
Diese App existiert, weil eine Lösung fehlte. Jetzt hoffe ich, dass sie für andere Eltern genauso nützlich ist wie für mich.
Wenn du eine Idee hast oder etwas vermisst: Die Feedback-Funktion in der App oder auf der Homepage ist direkt bei mir. Ich lese alles.
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